Le Mans 1979 DER GANZ GROSSE TRIUMPH MIT DEM 935 K3

 

Einfach das Auto gekauft

 

Le Mans 1979 Teil I

 

Die Einleitung

 

Vornweg ist klar, dass auch dieser älteste Langstrecken-Klassiker im Motorsport, der noch am selben Schauplatz ausgetragen wird, kaum einmal im Sprint entschieden werden dürfte. Mehr als irgendwo anders lautet hier die alte Renn-Weisheit: „To finish first, you have to finish first“. Neben einer extremen Belastbarkeit des Materials, die vorhanden sein muss, geht es in erster Linie in Le Mans auch darum, das Material so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig zu belasten, es ist schon noch ein Rennen.

 

Abseits einer gewissen Belastbarkeit der Technik und einer gewissen Materialschonung, die das Team nicht zuletzt in das Bewusstsein der Fahrer transportieren muss, wenn nicht gleich die Fahrer ganz bewusst auch im Hinblick auf dieses Kriterium ausgewählt werden, entscheiden in Le Mans noch ganz wesentlich die Strategie und das Management der Boxenstopps über Sieg und Niederlage. Jede Minute, die beim Vordenken in den Köpfen eingespart wird, kann insbesondere vor dem Hintergrund der Materialschonung fahrerisch auf der Strecke kaum noch geholt werden, jedenfalls nicht ohne wachsendes Ausfall-Risiko.

 

Lest jetzt jeden Freitag einen Teil des Historischen Rennens in Le Mans 1979. Der nächste Teil wird die Startphase sein. Bleibt gespannt.

 

Porsche Kremer trat in Le Mans 1979 mit drei Gruppe 5-935-Teams an, mit zwei Versionen des neusten 935 K3 und einem 935/77 quasi „von der Stange“.

 

Der K3, ein technisches Wunderwerk im Hinblick auf Aerodynamik und ein Maximum an Abtrieb, hatte sich in den Händen von Klaus Ludwig bei den ersten Läufen der Deutschen Rennsportmeisterschaft bereits als das Überauto erwiesen. Vor Le Mans hatte er damit von vier Rennen bereits drei gewinnen können und ein Rennen auf dem zweiten Platz beendet. Am Dienstag reißte das Kremer Team entspannt in einem Privat Jet des damaligen Sponsors Arcus Air in Le Mans an.


Neben aller Routine Arbeiten trainierte die Crew – wohl einer inneren Eingebung zufolge – mit dem Fahrer am Freitag vor dem Rennen auch noch das Wechseln eines Zahnriemens...

 

Im Training zeige sich dann sehr bald, dass zumindest die beiden K3 Teams – Klaus Ludwig mit den beiden Brüdern Don und Bill Whittington aus Florida sowie Alex Plankenhorn mit dem Franzosen Philippe Gurdjian – von den Rundenzeiten her durchaus um den Gesamtsieg fahren können. Hinter den beiden Gruppe 6 Werks Porsche 936/78 mit Bob Wollek / Hurley Haywood (3.30,07 Minuten) und Jacky Ickx / Brian Redman (3.31,37 Minuten) legte Klaus Ludwig die drittbeste Zeit vor (3.34,60 Minuten).

 

Was aber angesichts von 20 Porsche Fahrzeugen im Starterfeld, für sehr wahrscheinlich genommen wurde, war das ein Porsche Fahrzeug gewinnen würde.

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