Kremer Porsche 935 K4

 

Die ultimative Ausbaustufe

 

Die ultimative Ausbaustufe des 935, zumindest für das Kremer Team, war mit dem 935 K4 für die Saison 1981 erreicht. Bereits 1980 begann man in der Tiefgarage der Robert-Perthel-Straße in Köln mit der Entwicklung des neuen Projekts. Anstoß für das Projekt eine 935 mit Gitterrohrrahmen war der Zakspeed-Capri. Manfred Kremer erinnert sich: ,,Die Idee eines reinen Gitterrohrrahmenautos kam uns, als wir sahen, wie erfolgreich der Capri war.“


Die Vorteile eines solchen Autos lagen darin, das man ein steiferes und gleichzeitig leichteres Chassis, mit einem niedrigeren Schwerpunkt und besseren Möglichkeiten der Gewichtsverteilung zur Verfügung hatte. Bei Kremer wurde zunächst ein Modell eines möglichen Rahmens aus Draht erstellt. Um das Reglement zu erfüllen, wurde die Karosserie eines 911ers vermessen und der Rahmen so angepasst, dass er sich in die Ursprungsform einfügte. Die daraus gewonnen Daten wurden ins Modell umgerechnet und auf der Richtplatte im Maßstab 1:1 umgesetzt. 

 

Die Karosserie und die Aerodynamik des K4, wurden gemeinsam mit dem langjährigen Freund und Partner Ekkehard Zimmermann und seiner Firma DP gestaltet. Noch während Bob Wollek mit dem 1980er 935 K3 auch in der 81 Saison die ersten Rennen fuhr, bekam der K4 in Köln seinen letzten Schliff. Welches Potenzial im neuen Auto steckte, zeigte Wollek dann gleich beim Lauf in Wunstorf, wo er vom K3 in den K4 umstieg und auf Anhieb in die Top 5 fuhr.


Leider endete die Karriere des 935 K4s auch schon nach einem Jahr aufgrund des Gruppe C Reglements 1982 und dem Ende der Gruppe 5 Kategorie.

 

 

Technische Daten GT1

Gruppe 5, Division I über zwei Liter Hubraum

 

 

Saison: Hälfte der Saison 1981

 

Stückzahl: 2

 

Motor: Sechzylinder-4 Takt- Boxermotor, Luftgekühlt

 

Getriebe: synchronisiertes Porsche viergang-Renngetriebe

 

Differenzial: starrer Achsdurchtrieb

 

Chassis: Aluminium-Rohrrahmen

 

Karosserie: weiteilige Fron- und einteilige Heckpartie, Hauben, Türen und Kotflügel aus Kohlefaser / GFK-Verbund

 

Verdichtet: 6,3:1 bis 7,0:1

 

Leistung: max. 596 kW (810 PS) bei 8000 U/min

 

Max. Drehmoment: 750 Nm bei 5500 U/min

 

Aufladung: zwei Abgasturbolader von KKK  (Kühne,Kopp,Kausch) K26 mit Ladeluftkühler Wasser und Luft

 

Ladedruck: 1,3 Bar, vom Fahrer verstellbar bis 1,8 Bar

 

Fahrwerk: vorn Einzelradaufhängung und vom Fahrersitz aus stufenlos verstellbare Stabilisatoren

                 hinten aus Leichtmetall geschweißte Schräglenker und vom Fahrersitz  aus stufenlos verstellbare Stabilisatoren

 

Bremsen: Porsche-Monobloc-Vier-Kolben-Festsättel, Durchmesser 304 mm

                Die Bremskraftverteilung kann während der Fahrt mittel Handrad  verstellt werden

 

Räder:  BBS, dreiteilig; Felgenstern: Magnesium-Guss, Felgenkranz: Aluminium     

             vorn 11 x 16“

             hinten 14,75 x 19“

 

Leergewicht: 1025 kg

 

Höchstgeschwindigkeit.: bei längster Übersetzung ca. 300 km/h

 

 

 

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