LOLA B98/10

 

Ungeliebt, kompliziert, kein Porsche

 

Manfred Kremer hatte den Kölner Betrieb nach der Saison 1998 verlassen und sich vom aktiven Motorsport verabschiedet. Aufwand und Kosten standen für ihn in keinem Verhältnis mehr zu möglichen Erfolgen, ein hoher Konkurrenzdruck und die Erinnerung an viele Jahrzehnte auf den Rennstrecken dieser Welt mit unzähligen Triumphen erleichterten ihm seine Entscheidung. Sein älterer Bruder Erwin hingegen, von jeher vernarrt in Renn- und Sportwagen, wollte und konnte dem Motorsport noch nicht den Rücken kehren.

 

Porsche selbst hatte aber Ende 1998 das Werksengagement in der FIA GT-Meisterschaft eingestellt und wollte zu diesem Zeitpunkt auch keine Privatteams mehr mit entsprechendem Material unterstützen. Die Entwicklung des zunächst geplanten Nachfolgers für den Kremer K8 Spyder, der K9, wurde ganz wesentlich dadurch gestoppt.

 

Das vorbereitet Chassis stand zwar bereit und hatte bereits notwendige Crashtests hinter sich, Motor und Getriebe konnten aber nicht wie geplant vom GT1 übernommen werden, da das Porsche-Werk keine Hardware zur Verfügung stellen wollte. Daher nutze Erwin Kremer, die zwischenzeitlich aufgebaute Beziehung zu Lola Cars international und orderte kurzerhand einen der brandneuen Lola B98/10.

 

 

 

Technische Daten Lola B98/10

WSC

 

Saison: 1999 - 2001

 

 

Stückzahl: 1

 

 

Motor: Ford-Rousch 90 Grad V8

 

 

Getriebe: sequentielles Sechsgang-Renngetriebe

 

 

Chassis: Carbon/Aluminium -Verbund Material

 

 

Karosserie: Mehrteilige Karosserie aus Carbon

 

 

Hubraum: 5942 ccm

 

 

Leistung: max. 463,36 kW (630 PS) bei 7600 U/min

 

 

Max. Drehmoment: 660 Nm bei 7600 U/min

 

 

Fahrwerk: Bilstein

 

 

Räder: vorn 13 x 19"

            hinten 14,5 x 19"

 

 

Leergewicht: 900 kg

 

 

Höchstgeschwindigkeit: bei längster Übersetzung ca. 355 km/h

 

 

 

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